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THERESIA ÖCHSNER BEGLEITETE ÜBER 15 JAHRE LANG HUNDERTE VON MITTELSCHÜLERN BEI IHREM WECHSEL VON DER SCHULE ZUM BERUF - NUN VERABSCHIEDETE SIE DIE VEITSHÖCHHEIMER REKTORIN MARTHA WINTER IN DEN RUHESTAND

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Seit Anfang Dezember 2007 durchschritt Theresia Öchsner an allen Schultagen die Eingangstür zur Veitshöchheimer Mittelschule und hat in all den Jahren als Kraft der vertieften Berufsorientierung (VBO) in der Kompetenz-Werkstatt Hunderte von Schülern bei ihrem Wechsel von der Schule zum Beruf begleitet. Nach 15 1/2 Jahren wurde sie nun von Rektorin Martha Winter und dem Fördervereinsvorsitzenden Bruno Winter im Beisein des Lehrerkollegiums in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

In ihrer Rede zur Verabschiedung von Theresia Öchsner sagte Rektorin Martha Winter (Auszug):

"Seit Dezember 2007 bis Du bei uns in Veitshöchheim. Für uns Kollegen war Dein Kommen eine große Unterstützung und für die Schüler ein Segen - in der damaligen Lehrstellen-Situation. Du hast Dich voller Engagement in diese Stelle eingefunden. Beharrlich und unermüdlich hast Du den Jugendlichen, denen der Wechsel zur Arbeitswelt Angst machte, als Türöffner den Weg ins Praktikum oder in eine Lehrstelle gezeigt.

Du hast über die Jahre ein dichtes Netz an Kontakten zu Firmen und Betrieben aufgebaut. Kontaktfreudig und offen nutzest Du jede Gelegenheit, diese Verbindungen zu pflegen und zu erweitern.

Der Boys- und Girlsday, bei dem die Schüler der 7. und 8. Klassen Einblick in nicht typische Berufe erhielten, lag Dir am Herzen und wurde von Dir mit viel Einsatz organisiert und begleitet. Ein bedeutender Tag war zwölf Jahre lang am Vorabend des Buß- und Bettages jeweils unter Deiner Leitung und Organisation, nach monatelanger Vorbereitung, auch der Berufsinformationstag (BIT) durch jeweils über 20 Ausbildungsbetriebe bis Corona eine Zäsur verlangte.

Stehvermögen war unerlässlich. Jahrelang begann jedes Frühjahr wieder das bange Warten, ob der Arbeitsvertrag nach der Sommerpause wieder aufgenommen würde. Doch Dein großes Herz für unsere Schüler und unsere Schule ließ Dich diesen Nervenkrieg überstehen. Profitiert haben die Jugendlichen, denn sie konnten sich auf die "Öchsner" verlassen."

Die Übergangsmanagerin unterstützte so bei der Berufswahl, der Wahl und Suche nach Praktikums- und Ausbildungsstellen bzw. Alternativen, der Praktikumsbegleitung, -betreuung und Nachbereitung, der Überarbeitung und Erstellung individueller Bewerbungsunterlagen und der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Einstellungstests.

Vorrangig war für die Sozialpädagogin stets gewesen, wie sie sagte, vor allem schwache, aber noch steigerungsfähige Jugendliche, die durch Umwege, Abbrüche und Sackgassen gefährdet sind, beruflich zu integrieren.

Auch Bruno Winter sprach wie seine Frau Theresia Öchsner im Namen des Fördervereins und im Auftrag des Elternbeirats großen Dank für die geleistete Arbeit, die perfekte Kooperation und alles Gute für den Ruhestand aus. Öchsners Tätigkeit hier im Haus sei von Anfang an eng mit dem Förderverein verbunden gewesen. Sie habe während der ganzen Zeit diesem Konstrukt Gesicht, Kraft und Seele gegeben.

Der Fördervereinsvorsitzende verwies darauf, dass die VBO so mehrmals von der Politik als Leuchtturmprojekt bezeichnet wurde. Winter: "Und doch hatten wir alle lange Zeit immer die Befürchtung, dass am Ende eines Schuljahres die Lichter ausgehen könnten." Für die Übergangsmanagerin seien die 13 Kettenarbeitsverträge sehr belastend gewesen, ob und wie es mit dem Arbeitsvertrag für das nächste Jahr aussehen würde, bis dann endlich der Landkreis Würzburg im Juli 2020 die VBO an den Mittelschulen im Kreis bis 2026 festschrieb.

Die Entwicklung der Berufsorientierung an der Haupt-/Mittelschule Veitshöchheim in den letzten 16 Jahren - Es war dies ein dornenreicher Weg

 

Es begann im November 2006, als bei der Reform der Hauptschule Ministerialrat Helmut Krück (Foto 5.v.l.) Veitshöchheim als eine von drei Schulen in Bayern als „Modellprojekt“ auserkor. Als Pilotschule sollte die Veitshöchheimer Schule möglichst schnell damit beginnen, Hauptschüler modellhaft durch einen engeren Praxisbezug in den arbeitspraktischen Fächer besser auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Dies bedeutete für den damaligen Rektor Sigi Hofmann und sein Fach-Lehrerteam über den Lehrbetrieb hinaus aktiv zu sein und intensiv Betriebe und freie Bildungsträger zu kontaktieren, da viele Eltern unfähig seien, ihren Kindern den Weg zum Beruf zu ebnen. Diese Aufgabe hatte damals seine Schule übernommen, obwohl es eigentlich nicht zum Bildungsauftrag gehörte. Von den Betrieben erwartete damals der Schulleiter, dass sie klar formulieren, welche Anforderungen im Einzelnen an die Schulabgänger gestellt werden. Er hoffte auch, dass sich ausreichend Firmen für die Praktika finden.

So verkündete der Rektor im Februar 2007, dass ein starker Praxisbezug künftig zum zentralen Thema des Unterrichts in den achten Klassen werden soll. Sie sollten ab dem kommenden Schuljahr nicht nur wie bisher ein einwöchiges Betriebspraktikum ableisten, sondern zusätzlich in den Monaten November bis Januar und April bis Juni alle 14 Tage einen Tag in die Betriebe gehen, also im Schuljahr insgesamt noch zwölf Tage Lernpraxistage ableisten.

 

Im Dezember 2007 war es dann soweit. Nicht als Lehrkraft, sondern halbtags als Sozialpädagogin war Theresia Öchsner seit Anfang des Monats an der Veitshöchheimer Hauptschule tätig, um als „Übergangsmanagerin“ die Schüler systematisch und praxisnah auf das Berufsleben vorzubereiten und eine Brücke zwischen der Schule, den Betrieben und dem einzelnen Schüler zu schlagen. Im Bild stellte sie ihren neuen Arbeitsplatz in der Hauptschule und ihr neues Aufgabengebiet „KompetenzWerkstatt der Hauptschule Veitshöchheim“ dem neuen Rektor Otto Eisner (sitzend) und v.r.n.l. Konrektor Jörg Nellen, Gerold Stühler-Lenhard, Geschäftsführer der HWK Service GmbH und Bürgermeister Rainer Kinzkofer ihr vor.

Der Förderverein der Hauptschule wollte die Entlass-Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht im Regen stehen lassen. Da die Schule dies alleine nicht schaffen konnte, hatte der Förderverein, nun mit dem pensionierten Rektor Sigi Hofmann als Vorsitzenden, die netzwerkartige Verknüpfung mit der Agentur für Arbeit und der HWK-Service-GmbH in die Wege geleitet. Für den neuen Schulleiter Otto Eisner war das unter dem Titel „KompetenzWerkstatt der Hauptschule Veitshöchheim“ in Trägerschaft des Fördervereins laufende Projekt ein weiterer Puzzle-Stein in dem Bestreben nach mehr Berufsorientierung seiner Schule.

Öchsner sollte die Entlass-Schüler ab jetzt bei der beruflichen Orientierung und bei der Berufswahlentscheidung unterstützen und in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Würzburg und dem Beratungs- und Eingliederungszentrum (BEA) im Landkreis Würzburg helfen, damit sie möglichst am Ende des Schuljahres einen Ausbildungsplatz finden oder zumindest in eine qualifizierte berufliche Maßnahme übergeleitet werden können.

Angestellt bei der Service GmbH der Handwerkskammer für Unterfranken kannte Öchsner die Ausbildungssituation in Stadt und Landkreis Würzburg. Ihr Arbeitsvertrag war zunächst für den Förderzeitraum bis August 2008 befristet. Alle Beteiligten waren sich jedoch einig, den Förderzeitraum zu verlängern. Die Gemeinde Veitshöchheim trug damals als Schulaufwandsträger neben den Sach- und Raumkosten auch noch mit 1650 Euro zur Finanzierung der restlichen Personalkosten bei. Je 625 Euro steuerten der Förderverein und der Elternbeirat bei und auch die HWK Service GmbH unterstützte das Projekt ebenfalls mit Drittmitteln.

Im Februar 2008 freute sich der Förderverein über eine 1000 Euro-Spende des CSU-Ortsvereins, da das Geld dringend für die in Trägerschaft des Fördervereins Anfang Dezember 2007 ins Leben gerufene „KompetenzWerkstatt der Hauptschule Veitshöchheim“ benötigt wurde. Um die zunächst bis August 2008 befristete Maßnahme fortführen zu können, war der Förderverein damals auf weitere Sponsorengelder angewiesen.

 

Im März 2008 bot die Hauptschule Veitshöchheim mit ihrem 1. Berufsinformationstag (BIT), der von der Übergangsmanagerin mit großem Erfolg erstmals zusammen mit dem Förderverein durchgeführt wurde, den Jugendlichen eine neue Hilfestellung, um erfolgreich in ihren Traumberuf starten zu können. 160 von insgesamt 219 Schülern der Klassen sieben bis neun nutzten mit Elternteilen das Angebot, sich von elf Betrieben in 25 Vorträgen ein Bild von Berufen zu machen, die mit Abschlüssen der Hauptschule erlernt werden können. Im Bild erläuterte der Personalchef Franz-Martin Lauter der KBA Metronic, mit der die Schule eine Ausbildungspartnerschaft vereinbart hatte, interessierten Schülern und ihren Eltern den Ausbildungsberuf Industriemechaniker.

 

Seit 2008 beteiligt sich die Mittelschule Veitshöchheim am bundesweiten Aktionstag "Girls-/Boys-Day", der jungen Menschen eine „klischeefreie“ Berufsorientierung bietet, d.h. sie zeigen Berufe auf, in denen bisher nur wenige Frauen bzw. Männer arbeiten. Gleichzeitig bietet der Zukunftstag den Unternehmen und Institutionen eine gute Gelegenheit, sich als attraktiver Ausbildungsort vorzustellen (Foto aus dem Jahr 2011 im Autohaus Keller).

 

Gute Nachricht kam dann im Juli 2008 für die Veitshöchheimer Hauptschule. Barbara Stamm, erste Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages und der Landtagshaushaltsexperte Manfred Ach waren zusammen mit Landrat Eberhard Nuß, Eugen Hain, dem Leiter der Agentur für Arbeit Würzburg und dessen Berufsberatungsberatungsleiter Josef Wilhelm, sowie Schulrat Erwin Pfeuffer und HWK Service GmbH-Geschäftsführer Gerold Stühler-Lenhard gekommen, um Bürgermeister Rainer Kinzkofer, Schulleiter Otto Eisner, Fördervereinsvorsitzender Sigi Hofmann und der Sozialpädagogin Theresia Öchsner die freudige Nachricht zu überbringen, dass nun neben der Agentur für Arbeit auch der Freistaat die vertiefte Berufsorientierung an den Hauptschulen fördert im Bild v.l.n.r. vorne: Stamm, Öchsner, Hain, Nuß, hinten: Ach, Kinzkofer, Eisner, Wilhelm, Hofmann, Stühler-Lenhard und Pfeuffer.

Öchsner konnte so auch im neuen Schuljahr wieder an die 80 Hauptschüler gezielt auf ihre Berufswahl und den beruflichen Einstieg vorbereiten. Das im Zusammenspiel von Schule, Gemeinde und Betrieben von den Schülern sehr gut angenommene Angebot konnte ab September 2008 durch die Vollbeschäftigung der Sozialpädagogin sogar noch wesentlich erweitert werden. Möglich machten dies Finanzmittel aus München, die der Landtag in seinen Nachtragshaushalt zur Verfügung stellte.

Die Hälfte der Kosten für die Beschäftigung der ab September ganztags beschäftigten Sozialpädagogin trug auch weiterhin die Arbeitsagentur aus Bundesmitteln. Die andere Hälfte mussten bisher die Kooperationspartner der Schule, der Förderverein der Schule und die Gemeinde alleine tragen. Die nach Ausweitung des Angebots entstehende Finanzierungslücke von 8.000 Euro ist nun nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung der hiesigen Parlamentarier durch das Kultusministerium gesichert. Wie Abgeordneter Manfred Ach sagte, könne die Agentur für Arbeit in ihrem Bereich zunächst bis 2010 neben den 40 bisher laufenden Projekten nun auch für zehn weitere Schulen die vom Kultusminister angestrebte vertiefte Berufsorientierung sicherstellen. Im Raum Würzburg seien dies neben Veitshöchheim und fast allen Stadtschulen auch die Volksschulen in Höchberg, Rimpar, Waldbüttelbrunn, Helmstadt und Gaukönigshofen tun.

 

Im September 2010 wurde der Hauptschule das Gütesiegel „Mittelschule“ verliehen. Stolz präsentiert Rektor Otto Eisner Viertklässlern das neue Logo, das symbolisieren soll, dass hier die Schüler mit Freude zur Schule gehen.

Die damals seit drei Jahren bestehende Arbeit „Vertiefte Berufsorientierung“ (=VBO) der Sozialpädagogin Theresia Öchsner hat sich laut Eisner bewährt. Ausgezahlt hätten sich ihr intensives Bewerbungstraining, das Praktikum in Betrieben, Girl’s Day, Technik-Rallye, Berufsinformationstage, Schülerfirma und der Einsatz von Ausbildern im Unterricht. Öchsner konnte so am Ende des letzten Schuljahres alle Abschluss-Schüler unterbringen.

Beim „betreuten Praktikum“ konnten die Schüler Erfahrungen sammeln, Anforderungen der Praxis kennenlernen, sich als interessierte, anpackende, zukünftige Auszubildende zeigen und die Arbeitgeber gleichzeitig Talente testen. Zusätzlich wurde der vor- und nachbereitende Schulunterricht stärker an den Anforderungen des Berufsalltags orientiert und organisiert.

 

Landrat Eberhard Nuß sieht sich im Juni 2013 am Beispiel der Mittelschule Veitshöchheim bestätigt, dass die vom Landkreis seit September 2012 getätigten Investitionen in die Förderung der Vertieften Berufsorientierung (VBO) nachhaltig und gewinnbringend für die Zukunft unserer Region sind und sich nicht zuletzt durch die hundertprozentigen "Vermittlungsquoten" für den Steuerzahler dauerhaft lohnen. Zusammen mit seinem Kreisrat und Bürgermeister Rainer Kinzkofer hatte er dieser Tag die dort seit 2007 als Übergangsmanagerin tätige Diplom-Sozialpädagogin Theresia Öchsner besucht.

Nach Ablauf der Pilotprojektphase mit Kofinanzierung der Maßnahme durch die Bundesagentur für Arbeit und das bayerische Kultusministerium war der Landkreis Würzburg in eine Vorreiterrolle geschlüpft. Der Kreisausschuss hatte nämlich in einer Sondersitzung Anfang August 2012 beschlossen, zunächst für das Schuljahr 2012/2013 die 250.000 Euro teure VBO an zehn Mittelschulen des Landkreises als freiwillige Leistung zu übernehmen.

Über die Förderung durch den Landkreis und den Wegfall der Befristung war denn auch beim Besuch des Landrats Theresia Öchsner hoch erfreut. Gleich wohl befindet sie sich, wie sie dem Landrat klagte, nach wie vor in einem prekären Arbeitsverhältnis bei der Handwerkskammer-Service GmbH, das seit 2007 immer von Mitte September bis Ende Juli auf das Schuljahr befristet wurde.

Bei der Verabschiedung des Haushalts 2012 durch den Kreistag fiel zwar die zeitliche Befristung für die im Rahmen der Jugendhilfe finanzierten Kosten der zehn Übergangsmanager weg. Gleichwohl bekam Öchsner wieder nur einen Arbeitsvertrag ab Mitte September. Dies bedeutet, dass sie sich ab August 2013 erneut sechs Wochen arbeitslos melden muss und in dieser Zeit Arbeitslosengeld bezieht. Der Landrat war ebenso wie Bürgermeister Rainer Kinzkofer der Meinung, dass dies nicht zumutbar wäre. Er versprach der Sozialpädagogin, dass er sich bei allen Beteiligten für eine Lösung dieses Problems und dafür einsetze, dass die Tätigkeit der Übergangsmanager auch die ihr gebührende Wertschätzung erfahre.

 

Seit Ende September 2016 ist Theresia Öchsner nun auch an der Mittelschule Margetshöchheim wegen sinkender Schülerzahlen im Schulverbund quasi in Personalunion tätig mit 30 Prozent ihrer Arbeitszeit.

Fazit der Übergangsmanagerin am Ende ihres zehnten Dienstjahres (30.11.2017):

"Meine KompetenzWERKSTATT habe ich immer als ZUKUNFTSwerkstatt (ressourcenorientiert, niederschwellig mit Steigerungsmöglichkeit) verstanden und dabei alltägliche Nachhaltigkeit gelebt. In meiner langjährigen Arbeit konnte ich den Jugendlichen statt Orientierungslosigkeit, Praxiskompetenz, statt Schwellenangst Motivationsschub, statt Wankelmütigkeit Zuversicht und Kontinuität statt heißer Luft und eine geduldige Wegbegleitung als Übergangsmanagerin vermitteln. DARÜBER HINAUS konnte ich das regionale Netzwerk der Betriebe/Dienstleister erweitern und auch verzweifelte Eltern ermutigend unterstützen.

Seit meiner Tätigkeit an der Mittelschule Veitshöchheim zeigt die jährliche "Verbleibstatistik" unserer Abgangs-Schüler/innen, dass außer einem beratungsresistenten Schüler im Schuljahr 2014/15 alle Schüler den nächsten Schritt nach der Schule erfolgreich entwickeln konnten und gingen."

Ein wunder Punkt: Was sie ärgert und sehr schmerzt ist ihr prekäres, nach wie vor von Jahr zu Jahr befristetes Arbeitsverhältnis, das immer wieder unterbrochen werde von Sommerferien-Arbeitslosigkeit.

 

Im November 2019 ging vor Corona der 12. und bis dato letzte BIT über die Bühne, bei dem sich 19 Ausbildungsbetriebe 300 Schülern vorstellten. Der Dank der Schulleiter Otto Eisner (Veitshöchheim) und Stefan Becker (Margetshöchheim - rechts) galt besonders der Übergangsmanagerin Theresia Öchsner für die hervorragende Organisation.

 

Frohe Kunde gab es dann im Juli 2020 für Theresia Öchsner. Kurz vor den Sommerferien beschloss der Kreistag für die nächsten sechs Jahre, also bis 2026, die VBO an der Mittelschule festzuschreiben. Das bedeutete, dass sie erstmals in den Sommerferien 2020 nicht wieder für sechs Wochen arbeitslos wurde.

Laut Mainpost vom 10. März 2023 will allerdings die Landkreis-CSU die vertiefte Berufsorientierung an sieben Mittelschulen im Landkreis auf den Prüfstand stellen, weil ab 2024 damit jährlich 437.000 Euro oder 0,25 Prozent der Kreisumlage eingespart werden könnten.

Theresia Öchsner betrifft dies nicht mehr. Sie kann nun ihren wohlverdienten Ruhestand genießen. Rektorin Martha Winter kann nur hoffen, dass die Stelle fortgeführt wird, weil es für die Schüler eine ganz, ganz wichtige Unterstützung ist.

Recherchen und Fotos Dieter Gürz